Lanzarote: Bizarr, wild und doch wunderschön

Im Februar 2019 führte uns eine Kreuzfahrt mit AIDAnova für einen Tag nach Lanzarote. Die Kanarische Insel ist ein besonderes Reiseziel. Hier scheint das ganze Jahr die Sonne, es gibt kaum Regen und im Winter ist es angenehm mild. Aber das wirklich faszinierende ist die Landschaft – bizarr, wild und doch wunderschön. Wir besuchten den Timanfaya-Nationalpark, bestaunten die mächtige Brandung des Meeres in Los Hervideros und erfuhren Interessantes über den traditionellen Weinanbau im Nationalpark La Geria.

Lanzarote ist die nordöstlichste der acht bewohnten Kanarischen Inseln und liegt etwa 140 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Mit 112 Millimetern Niederschlag pro Jahr ist Lanzarote auch die trockenste der Kanarischen Inseln. Der meiste Regen fällt von Januar bis März. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Deutschland lag im sehr trockenen Jahr 2018 bei 590 Millimeter. Als erste vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

Los Hervideros

Unser Tag auf Lanzarote begann mit der Fahrt vom Hafen nach Los Hervideros an der südwestlichen Lavaküste. Hier entstanden beim Aufeinandertreffen glühender Lavaströme und dem Meer bizarre Felsformationen und Lavahöhlen in denen sich die wuchtigen Wellen brechen. Dieses Naturschauspiel an der Felsküste ist so atemberaubend und gleichzeitig beruhigend, dass wir uns nur schwer wieder davon losreißen konnten. Leider ließ uns unser Zeitplan jedoch keine Wahl und wir machten uns auf zum nächsten Ziel unseres Lanzarote-Kurztrips.

Los Hervideros

Timanfaya Nationalpark

Weiter ging es also zum Timanfaya Nationalpark mit seinen „Feuerbergen“, den Vulkankegeln, den riesigen Lavafeldern und Lavatälern. Wer bisher mit dem Begriff „Mondlandschaft“ nichts anfangen konnte, hat jetzt eine Vorstellung davon. Der weitläufige Nationalpark lässt sich ausschließlich mit einer offiziellen Bus-Tour erkunden. Besucher, die mit dem Mietwagen anreisen, können eine Fahrt mit einem der Park-Busse buchen. Die Tour durch die spektakuläre Lavalandschaft führte uns durch die Felder und Täler bis an den Rand der offenen Vulkankegel. Die karge Landschaft schimmert in den unterschiedlichsten Farben. Die Struktur der Felsen und Hügel ist überall unterschiedlich und ab und an spitzelt ein klein wenig grün hervor und setzt nochmal Kontraste. 

Sehenswerte Vorführungen demonstrieren uns die immer noch vorhandene Vulkanaktivität. Sie lassen Sträucher in Flammen aufgehen, Wasserfontänen aus der Erde sprühen und auf einem großen Erdloch werden Kartoffeln und allerlei Speisen nur mit der Kraft von Erdwärme gegrillt. Beeindruckend!

Nationalpark La Geria

Mit diesen tollen Eindrücken im Gepäck fuhren wir zum letzten Ziel: Das größte Weinanbaugebiet der Kanaren – der Nationalpark La Geria. Hier konnten wir die traditionelle Weinanbaumethode von Lanzarote bestaunen. Jeder Rebstock hat einen eigenen Trichter, der in die dicke Schicht aus Vulkanasche und Lavabröckchen gegraben wurde. Die Wurzeln können so gut den darunter liegenden Erdboden erreichen. Die grobporige Schicht lässt die wenigen Niederschläge schnell ins verwurzelte Erdreich gelangen. Gleichzeitig verringert sie Verdunstungsverluste. Als Schutz vor den austrocknenden Winden besitzt jeder Trichter außerdem eine kleine Schutzmauer aus Lavagestein. 

Natürlich durfte hier dann auch eine Kostprobe der lokalen Weine nicht fehlen 😉

Wir kommen wieder

Wir haben viele tolle Eindrücke sammeln können. Dieser eine Tag Lanzarote war für uns zu wenig und hat absolut Lust auf mehr geweckt. Wir kommen ganz sicher wieder – mit mehr, viel mehr Zeit. Und dann sind wir mit einem Mietwagen unterwegs, um die Insel noch besser zu erkunden. Das empfehlen wir auch unbedingt für Reisende nach Lanzarote. Die Insel muss man sich erfahren. Denn nur so kann man ganz in die spröde Schönheit eintauchen und entspannt die tollen Ausblicke genießen, die sich an fast jeder Kurve bieten.

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