Oberitalienische Seen – Ein Reisebericht

Vor kurzem war unsere Mitarbeiterin Yvonne Hartwig unterwegs in Italien. Genauer gesagt südlich der schneebedeckten Alpengipfel an den oberitalienischen Seen. Ihren inspirierenden Reisebericht möchten wir natürlich nicht vorenthalten:

Meine Reise zu den oberitalienischen Seen

Tag 1:
Ich startete meinen Flug hier in Berlin am frühen Morgen. Nach ca. 40 Minuten überflogen wir die Alpen mit ihren schneebedeckten Gletschern und landeten nach insgesamt gut 1 Stunde und 30 Minuten Flugzeit in Mailand Linate. Das ist der kleinere der beiden Flughäfen in Mailand, aber günstiger gelegen um in die Stadt zu gelangen.

Ein Abstecher in die Stadt musste sein. Mailand ist quirlig, ein Paradies zum Shoppen und wirkt auf den ersten Blick eher kühl. Die berühmte Mailänder Scala ist von außen eher unscheinbar. Wir durchquerten die legendäre Viktor-Emanuel-Galerie (Galleria Vittorio Emanuel II) mit ihrer beeindruckenden Architektur und den berühmten Geschäften und Restaurants und standen vor dem Mailänder Dom… ein imposantes Bauwerk.

Vor dem Dom stehen die Touristen in Schlangen aber hat man diese überwunden und die unzähligen Stufen auf das Dach dann erklommen, wird man mit einem atemberaubenden Blick belohnt.

Nach einem typisch italienischen Mittagessen und natürlich einem Gelato ging es dann an den Gardasee. Die Fahrt mit dem Bus von Mailand nach Nato dauerte gut 2 Stunden und 30 Minuten. An unserem Hotel „Forte Charme“ angekommen, durften wir diesen spektakulären Ausblick genießen.

Tag 2:
Am zweiten Tag unserer Reise ging es mit dem Boot von Riva del Garda nach Limone.

Nach einem kleinen Spaziergang durch die autofreie Altstadt von Limone mit ihren verwinkelten Gassen und den sehr süßen, einheitlich gestalteten Hausnummern-Schildern (mit einer Zitrone), besichtigten wir einen zu einem Museum umgebauten Zitronenhain.

Der kleine romantische Hafen umgeben von Restaurants, Cafes und Souveniershops lädt zu einer gemütlichen Pause ein.

Von Limone ging es, auch wieder mit dem Boot, nach Malcesine. Diese beiden Bootstouren kosten ca. 12 Euro. Wenn man mit dem Boot von Limone nach Malcesine fährt bietet sich einem ein toller Blick auf den Ort. Die Häuser des Ortes mit ihren roten Ziegeldächern ziehen sich hoch bis an die auf mächtigem Felsen thronende Festung. Darunter findet sich der mittelalterliche Ortskern mit kleinen Plätzen und holprigen Pflasterwegen, die fast alle zum Hafen führen. Mit der Seilbahn kann man den Monte Baldo „erobern“… leider hatten wir dazu nicht genügend Zeit, denn unsere Tour führte uns mit dem Bus weiter nach Garda.

Garda ist ein verwinkelter Hafenort mit engen Gassen, eleganter Hafenpromenade, Yachthafen und vielen prunkvollen Villen und Palästen. In den vielen Restaurants, Cafes und Eisdielen an der langen Uferpromenade kann man herrlich den Seeblick genießen.

Der Gardasee hat viel zu bieten. Der nördliche fjordähnliche Teil ist perfekt für Surfer, Segler und Kiter. Im westlichen Teil findet sich die mit vielen Tunneln bestückte Uferstraße und der mediterrane südlichen Teil lädt zum Baden und entspannen ein.

Tag 3:
Heute führte uns unsere Reise nach einer dreistündigen Fahrt an den Comer See. Nach einem Bummel durch Como entlang der Uferpromenade und Besichtigung des Doms fuhren wir mit dem Schnellboot ca. 35 Minuten über den See zur „Villa Carlotta“. Auf dem Schnellboot sollte man versuchen, einen Platz im oberen Bereich zu ergattern. Im unteren Bereich kann man leider so gut wie nicht aus den verschmierten Fenstern gucken. Somit konnte ich auch leider nicht die Villa von George Clooney erspähen.

Die im 18. Jahrhundert erbaute Villa Carlotta in Tremezzo ist eine Sommerresidenz mit einem riesengroßen botanischen Garten und herrlichem Blick auf den See. Sie zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten am Comer See. Die Umgebung bietet viel Abwechslung für Aktivurlauber. Von Wandern über Bergsteigen, Biken, Golfen, Segeln und alle erdenklichen Arten von Wassersport findet sich für jeden die passende Aktivität.

Tag 4:
Am letzten Tag besuchten wir vor unserem Rückflug noch den Iseo See, auf dem im Jahr 2016 der Künstler Christo eine „schwimmende Brücke“ über den See spannte. Über diese konnte man dann zu Fuß die Mittelinsel Monte Isola erreichen. Iseo selbst ist ein kleiner malerischer Ort mit einem kleinen Hafen. Von dort starten Minikreuzfahrten um den See oder zur Mittelinsel Monte Isola.

Hier endete meine Reise zu den oberitalienischen Seen und ich kann nur eines sagen: Tolle Eindrücke sind hier immer garantiert !!!

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