Beiträge für Rubrik ‘Ratgeber’

Experten-Tipp: Bei Mietwagen-Buchung auf Winterreifen achten

Die Urlaubsplanung für die Herbst- und Winterwochen ist vor allem bei Skifahrern, aber auch bei Bergsportlern in vollem Gange. Bei der Buchung eines Mietwagens gilt es dabei auch an Winterreifen als vielerorts vorgeschriebenes Zubehör zu denken.

Kai Sannwald, Inhaber und Geschäftsführer des Mietwagen-Vermittlers Sunny Cars, gibt hierzu wertvolle Tipps:

Winterreifen oder Schneeketten werden von den Autovermietern nicht von Haus aus gestellt und Wintersportler dürfen sich nicht darauf verlassen, dass ihr Mietwagen mit diesem Zubehör ausgestattet ist. Sie sind daher gut beraten, bei der Mietwagen-Buchung nach Winterreifen oder – vor allem für hochalpine Skiregionen – Schneeketten zu fragen, damit der fahrbare Untersatz entsprechend vorbereitet ist. Die Ausstattung muss dann vom Vermieter vor Ort bestätigt werden.

Grundsätzlich ist die Winterreifenpflicht zwar nicht in jedem europäischen Land gesetzlich vorgeschrieben, aber wer bei Schnee und Eis in einen Unfall verwickelt wird, kann eine Teilschuld bekommen. In Deutschland gilt für Autofahrer beispielsweise die „Winterreifen-Novelle“ von 2006. Demnach müssen sie ihr Fahrzeug auch bei der Bereifung an die Wetterverhältnisse anpassen. Hier ist man mit Winterreifen immer auf der sicheren Seite. Für die Schweiz, Italien und Frankreich gibt es keine allgemeine Winterreifenpflicht, doch sind sie für bestimmte Streckenabschnitte – vor allem in den Bergen – vorgeschrieben. Strenge Regeln herrschen in Europas Norden: In Norwegen, Finnland und Schweden sind Winterreifen ab Dezember ein Muss. Und auch in Österreich gilt vom 1. November bis zum 15. April des Folgejahres eine Winterreifenpflicht.

Für Wintersportler immer attraktiver werden die osteuropäischen Länder Polen, Tschechien und Slowenien, wobei Winterreifen nur in Slowenien ab dem 15. November eines Jahres eine feste Vorschrift sind. In manchen Situationen stoßen aber sogar Winterreifen an ihre Grenzen, und bei dick verschneiten Alpenpässen helfen zum Beispiel nur Schneeketten, die für zusätzlichen Halt sorgen. Sie werden bei ausgesprochen heftigen Straßenbedingungen eingesetzt, und Autofahrer müssen dann in der Lage sein, die Ketten selbst zu montieren.

Die Preisgestaltung für Winterzubehör beim Mietwagen ist übrigens sehr unterschiedlich und Urlauber müssen damit rechnen, dass hierfür eine zusätzliche Gebühr anfällt. Bei Sunny Cars sind Winterreifen bei Anmietung ab Deutschland schon ab fünf Euro pro Tag zusätzlich verfügbar. Die Preise für weitere europäische Länder aus dem Programm von Sunny Cars im Einzelnen:

  • Für Österreich ist der Mietwagen mit Winterreifen-Zubehör teilweise kostenfrei erhältlich. Die Maximalkosten belaufen sich auf drei Euro pro Tag zuzüglich lokaler Mehrwertsteuer – erhältlich von November 2011 bis April 2012.
  • Für die Schweiz bietet Sunny Cars Mietwagen-Kunden Winterreifen vom 15. November 2011 bis 31. März 2012 ebenfalls teilweise kostenlos an. Es werden maximal neun CHF pro Tag zuzüglich lokaler Mehrwertsteuer berechnet.
  • Reisenden nach Italien empfiehlt Sunny Cars, für Wintersportgebiete Schneeketten zu reservieren. Für Winterreifen fallen von November 2011 bis April 2012 drei Euro pro Tag zuzüglich lokaler Mehrwertsteuer an. Bei weiteren Mietpartnern von Sunny Cars werden die Preise auf Anfrage eingeholt und an die Kunden weitergegeben.
  • Für Frankreich sind Winterreifen zwischen November 2011 und April 2012 nur auf Anfrage für bestimmte Kategorien und Mietstationen buchbar.
  • In Schweden werden von Sunny Cars von November 2011 bis März 2012 Mietwagen mit Winterreifen ohne Zusatzkosten vermittelt.
  • Auch für Dänemark wird bei den lokalen Mietpartnern nach Winterreifen angefragt. Mit rund 96 DKK/Tag zuzüglich lokaler Mehrwertsteuer haben die Urlauber zu rechnen.
  • In Norwegen sind Winterreifen vom 1. November 2011 bis 15. April 2012 teilweise im Mietpreis inklusive, es werden maximal 28 NOK pro Tag zuzüglich lokaler Mehrwertsteuer berechnet.
  • Für Finnland wie auch für Polen gibt es Winterreifen zwischen November 2011 und März 2012 ohne zusätzliche Kosten.
  • In Tschechien werden auf Anfrage für Winterreifen vom 1. November 2011 bis zum 15. März 2012 vier Euro pro Tag sowie die lokale Mehrwertsteuer berechnet.
  • In der Slowakei fallen für Winterreifen zwischen 1. November 2011 und 30. April 2012 je nach Mietpartner ab drei Euro pro Tag zuzüglich die lokale Mehrwertsteuer an.
  • Und in Slowenien sind von Oktober 2011 bis März 2012 alle Fahrzeuge kostenlos mit Winterreifen ausgerüstet.

Beim Autofahren in Skigebieten ist grundsätzlich eine vorsichtige Fahrweise angebracht. Die Wetterverhältnisse können sich rasch ändern, und vor allem Nebenstraßen oder enge Bergstraßen sind bei Schneeverwehungen schwer befahrbar. Unter Neuschnee kann auch alter gepresster Schnee bzw. Eis liegen und eine rutschige Unterlage bilden. Wichtig ist bei der Mietwagen-Buchung noch, auf Inklusive-Leistungen wie Vollkaskoschutz (auch für Glas-, Reifen-, Dach- und Unterboden), eine Kfz-Diebstahlversicherung ohne Selbstbeteiligung oder eine garantierte Haftpflichtdeckungssumme zu achten, um auch im Schadensfall abgesichert zu sein – bei Sunny Cars ist dies fester Bestandteil jeder Buchung.

Sollten Sie für Ihren Winterurlaub noch einen Mietwagen suchen, können Sie hier ihren Sunny Cars Mietwagen online buchen.

 

 

Feiertage im Ausland für das zweite Halbjahr 2011

Der 15. August (Maria Himmelfahrt) ist bei uns in Deutschland nur noch in Bayern und im Saarland ein Feiertag. Europaweit muss man aber in vielen Ländern damit rechnen, an diesem Tag vor geschlossenen Türen zu stehen.

Damit Urlauber wissen, wann andere Nationen feiern, hat der ADAC eine Liste aller Festtage der zweiten Jahreshälfte in den wichtigsten Reiseländern Europas erstellt:

  • Belgien: 15. Aug., 27. Sept., 1.,11. und 15. Nov.
  • Frankreich: 15. Aug., 1. und 11. Nov.
  • Griechenland: 15. Aug., 28. Okt.
  • Großbritannien: 29. Aug. (nicht in Schottland), 30. Nov. (Schottland)
  • Irland: 31. Okt.
  • Italien: 15. Aug., 1. Nov., 8. Dez.
  • Kroatien: 15. Aug., 8. Okt., 1. Nov.
  • Luxemburg: 15. Aug., 1. Nov.
  • Österreich: 15. Aug., 26. Okt., 1. Nov., 8. Dez.
  • Polen: 15. Aug., 1. und 11. Nov.
  • Portugal: 15. Aug., 5. Okt., 1. Nov., 1. und 8. Dez.
  • Schweden: 5. Nov., 31. Dez.
  • Schweiz: 15. Aug. (nicht überall), 1. Nov., 8. Dez. (nicht überall)
  • Slowenien: 15. und 17. Aug., 15. Sept., 31. Okt., 1. und 23. Nov.
  • Spanien: 15. Aug., 12. Okt., 1. Nov. (nicht überall), 6. und 8. Dez.
  • Tschechien: 28. Sept., 28. Okt., 17. Nov., 24. Dez.
  • Türkei: 30. Aug., 1. und 2. Sept., 29. Okt.
  • Ungarn: 20. Aug., 23. Okt., 1. Nov.

Aufgezählt sind nur die Termine, die von bundesweiten Feiertagen in Deutschland abweichen und nicht auf einen Sonntag fallen.

Stecker vor Reisebeginn ziehen spart Geld

Wir alle kennen es: Kurz vor der Abreise in den wohlverdienten Urlaub geht es oft hektisch zu. An vieles muss gedacht werden: Pässe, Flugtickets und auch die Reiseapotheke einpacken. Den Briefkastenschlüssel beim Nachbarn abgeben und die Wasserzufuhr abdrehen. Die wenigsten denken allerdings daran, dass auch der Stromzähler einen Urlaub verdient hat.


Laut Berechnungen des Vergleichsportals toptarif.de lassen sich mit wenigen Handgriffen die heimischen Stromkosten während einer dreiwöchigen Abwesenheit um bis zu 38 Euro reduzieren (siehe Infografik). Selbst wenn wohl nicht jeder an diesen Wert herankommen sollte, lohnt es sich doch, die Tipps zu beherzigen.

Stand-by, versteckte Stromfresser und nicht benötigte Geräte ausschalten
Häufig wird der permanente Energieverbrauch des Stand-by Modus unterschätzt. Bleiben beispielsweise TV, Computer und Stereoanlage nicht im Stand-by, sondern werden komplett vom Netz getrennt, kann in den Ferien gespart werden. Zudem sind vom Netz getrennte Geräte vor Überspannung bei Blitzeinschlägen geschützt.

Für die Dauer des Urlaubs sollten auch Geräte mit Netzteil (z. B. Notebook), Ladegeräte (Handy, Zahnbürste) und Geräte mit Trafos (Deckenfluter) konsequent vom Netz genommen werden. Diese verbrauchen immer Strom – unabhängig davon, ob sie in Betrieb sind oder nicht. Auch wirkt sich ein Abschalten nicht benötigter Geräte wie WLAN-Router oder Radiowecker postitiv auf den Energieverbrauch aus.

Große Einsparpotenziale bei Kühl- und Gefriergeräten
Dankbar für eine kurze Verschnaufpause ist in vielen Fällen auch der Kühlschrank. Gerade bei älteren Geräten ohne No-Frost-Technik wird ein mehrmaliges Abtauen im Jahr empfohlen. Hierfür bietet sich die Urlaubszeit an. Bei modernen Geräten, die nicht mehr abgetaut werden müssen, können entsprechende Stromsparprogramme für die Urlaubszeit eingestellt werden. Ist eine Gefriertruhe vorhanden und wird diese vor dem Urlaub ebenfalls abgetaut, lassen sich weiteres Geld einsparen. Von der isolierenden Eisschicht befreit, können die Geräte nach der Wiederinbetriebnahme mit einem geringeren Stromverbrauch weiterarbeiten.

„Schauen Verbraucher nur auf den Energiebedarf einzelner Geräte, kommen meist nur wenige Watt zusammen. In Summe ergeben diese jedoch nicht unerhebliche Beträge, welche mit wenigen Handgriffen vor dem Start in den Urlaub gespart werden können”, betont Daniel Dodt von toptarif.de. „So können durch das konsequente Ziehen von Steckern insgesamt rund 100 bis 150 kWh eingespart werden, während man in der Sonne liegt. Und die Urlaubskasse freut sich über ein Plus von bis zu 38 Euro.”

 

Zoll warnt Türkei-Urlauber vor Betrügern

Reisende sollen für nicht verzollte Urlaubsmitbringsel mehrere Tausend Euro zahlen, sonst drohen die Betrüger mit Strafanzeige.


Bei Zoll und Polizei liegen inzwischen mehrere Anzeigen von Urlaubsrückkehrern vor, die folgende Vorgehensweise der Betrüger schildern: Die Urlauber hatten in der Türkei hochwertige Mitbringsel gekauft, zum Beispiel Teppiche oder Goldschmuck. In allen angezeigten Fällen erhielten die Reisenden nach ihrem Urlaub, zum Teil erst mehrere Monate später, einen Anruf oder ein Schreiben des Verkäufers.

Die Händler fordern die Urlauber auf, ihnen einen Verzollungsnachweis über die Einfuhr der Waren nach Deutschland vorzulegen. Andernfalls drohe dem türkischen Unternehmen eine Strafzahlung, die unter Umständen an die deutschen Kunden weiterbelastet werden müsse. Auch wird mit einer Anzeige bei den deutschen Behörden gedroht. In den bislang angezeigten Fällen waren den Schreiben bereits Zahlungsaufforderungen bis zu mehreren Tausend Euro beigefügt, zahlbar über die Western Union Bank.

Der Zoll weist darauf hin, dass es sich bei allen bisher bekannten Fällen um Trickbetrüger handelt, die die Ahnungslosigkeit der Urlauber auszunutzen versuchen. Den Betroffenen wird deshalb geraten, sich an die örtlichen Polizei- oder Zollbehörden zu wenden.

Urlaubern empfiehlt der Zoll zusätzlich:
Einen wirksamen Schutz vor Betrug und Erpressung bietet die ordnungsgemäße Verzollung der anmeldepflichtigen Urlaubsmitbringsel bei der Einreise nach Deutschland.

Bitte informieren Sie sich daher rechtzeitig vor Ihrem Urlaub über die Einfuhrbestimmungen für Ihre Souvenirs. Hilfe und Beratung finden Sie bei Ihrer zuständigen Zollstelle oder unter www.zoll.de.

Urlaub mit dem Hund: Nur noch mit Chip auf Europareise

Sommerurlauber, die mit dem Hund in der Europäischen Union (EU) auf die Reise gehen, sollten auf die geänderten Bestimmungen achten. Vom 3. Juli 2011 an ist zur Kennzeichnung der Hunde in der EU ausschließlich ein Mikrochip zugelassen.

Der bislang ebenfalls akzeptierte Heimtier-Pass, eine gültige Tollwut-Impfung oder eine Tätowierung reichen nicht mehr aus. Darauf weist die Tierschutz-Stiftung “Vier Pfoten” hin. Von der Regelung ausgenommen sind die Länder Finnland, Schweden, Großbritannien, Irland und Malta, in denen eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres gilt. Außerdem gibt es für die Länder spezielle Einreisebestimmungen, die auf der Website der Stiftung abgerufen werden können.

Grundsätzlich benötigen Sie für Reisen innerhalb der EU:

  • EU-Heimtierausweis
  • gültige Tollwutimpfung
  • Kennzeichnung durch Mikrochip (ab 3. Juli 2011 Pflicht!)

Vorsicht bei Autofahrten in Tschechien

Nach einer Meldung des ADAC nehmen die Beschwerden von deutschen Touristen über Schikanen entlang der tschechischen Autobahnen Richtung Prag zu.

Die typischen Tricks der Abzocker laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Die rumänischen Gaunerbanden, meist in dunklen Limousinen unterwegs, verfolgen ein Auto mit deutschem Kennzeichen und fordern den Fahrer auf, anzuhalten. Sie verlangen von den Insassen finanzielle Hilfe für ihre Familien oder versuchen gefälschten Schmuck zu verkaufen. Falls die Opfer zu wenig oder gar kein Geld geben, wird ihnen die Geldbörse aus der Hand gerissen.

Nach Angaben der Deutschen Botschaft in Prag und Berichten von Autofahrern sowie ADAC Mitgliedern häufen sich diese Vorfälle auf der Autobahn D 5 am Grenzübergang Waidhaus – Pilsen – Prag. Aufpassen sollte man aber auch auf der noch nicht durchgängigen Autobahnverbindung A 17/ D 8 Dresden – Prag sowie allen Routen rund um die tschechische Hauptstadt.

Der ADAC rät allen Reisenden, dort besonders auf der Hut zu sein. Gerät ein Autofahrer in eine derartige Situation, sollte er auf keinen Fall anhalten, sondern einfach weiterfahren. Wer geprellt wurde, kann an Ort und Stelle über die Notrufnummer 112 (via Festnetz oder Handy) die Polizei rufen oder im Anschluss an seine Autofahrt die Deutschen Botschaft informieren.

Vorsicht beim Urlaub mit dem Auto: Verkehrssünden im Ausland können teuer sein

Wer eine Urlaubsreise mit dem Auto ins europäische Ausland plant, sollte bedenken, dass Verkehrssünden in vielen Ländern mit wesentlich höheren Strafen geahndet werden als hier bei uns in Deutschland. Eine Trunkenheitsfahrt in Dänemark kann beispielsweise schnell einen Monatsverdienst kosten, ein Parkverstoß in Spanien bis zu 200 Euro. Der ADAC informiert über die verschiedenen Sanktionen in 35 europäischen Ländern.

Grafik Verkehrssünden im Ausland // Quelle: ADAC

Besonders hart werden Verkehrssünden in den skandinavischen Ländern bestraft. Norwegens Bußgeldkatalog beispielsweise hat nicht nur für Rotlicht- und Überholverstöße mit jeweils 670 Euro die höchsten Strafen der aufgeführten Länder, auch zu schnelles Fahren ist hier am teuersten. In Finnland und Schweden drohen ebenfalls hohe Sanktionen. Wer Geldbußen im Ausland nicht sofort bezahlt, muss in vielen Ländern mit höheren Strafen rechnen. Besonders drastisch zeigt sich hier  Griechenland. Dort kostet etwa ein Überholverstoß nach zehn Tagen bereits 700 Euro (statt 350 Euro bei Sofortzahlung).

Das Handy am Steuer kann ebenfalls teuer werden. In Italien müssen Autofahrer mit einer Strafe von mindestens 150 Euro rechnen. Nicht viel billiger ist das Telefonieren in den Niederlanden: Dort werden 180 Euro fällig. Bei einer Alkoholfahrt mit mehr als 1,5 Promille in Italien wird das Fahrzeug beschlagnahmt und enteignet. In Spanien droht bei über 60 km/h zu schell oder bei Trunkenheitsfahrten mit mehr als 1,2 Promille eine Haftstrafe von wenigstens drei Monaten.

Um hohe Bußgelder zu vermeiden rät der ADAC Autofahrern, die ins Ausland reisen, sich vorab über die dortigen Verkehrsvorschriften zu informieren. Denn – wie wir hier schon berichteten – können  seit 28. Oktober 2010 nichtbezahlte Bußgelder aus den anderen 26 EU-Ländern auch in Deutschland vollstreckt werden. Die Geldsanktion muss sich hierbei auf mindestens 70 Euro einschließlich der Verfahrenskosten belaufen. Fahrverbote sowie Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister gibt es aber für Verstöße im Ausland nicht.

Europaweiter Notruf 112 bisher wenig bekannt

Unter der gebührenfreien 112 sind Polizei, Feuerwehr und Notarzt in jedem EU-Land von allen Festnetz- und Mobiltelefonen erreichbar. Nach einer Umfrage der EU-Kommission kannten 2011 in Deutschland nur 19 Prozent der Befragten den EU-weiten Notruf, im EU-Durchschnitt 26 Prozent.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte hierzu: „Der europäische Notruf 112 kann nur dann Leben retten, wenn die Menschen ihn auch kennen. Die Mitgliedstaaten müssen mehr tun, damit alle Menschen wissen, dass sie im Notfall die Nummer 112 wählen können.“

Nach EU-Telekom-Recht sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Notrufnummer 112 unter ihren Bürgern bekannt zu machen. Die meisten EU-Länder berichten zwar, dass sie Maßnahmen zur Förderung des Notrufs 112 getroffen haben, der Umfrage zufolge haben aber nur 22 Prozent der EU-Bürger im letzten Jahr Informationen über den Notruf 112 erhalten. Seit Juli 2009 müssen auch Reisende, die mit ihrem Handy in anderen EU-Ländern unterwegs sind, vom Netzbetreiber eine SMS oder Dienstbenachrichtigung mit Informationen über den Notruf 112 erhalten. Laut Umfrage gaben 81 Prozent an, dass sie bei Reisen in andere EU-Länder keine Informationen erhalten hatten. Auch die Übermittlung genauer Angaben zum Standort des Anrufers, der den Notruf 112 gewählt hat, muss kostenlos erfolgen. Die Kommission prüft nun, ob die Mitgliedstaaten in Bezug auf die Notrufnummer 112 ihren Informationspflichten gegenüber ihren Bürgern angemessen nachkommen.

Das Europäische Informationszentrum – Europe Direct Stuttgart hat einen 112-Flyer erstellt, der einen guten Überblick den Notruf gibt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der offiziellen Website zur Europäischen Notfallnummer.

Andere Länder, andere Sitten: Feiertage im Ausland

Wer im Urlaub nicht unerwartet vor geschlossenen Geschäften, Banken und Supermärkten stehen möchte, sollte die Feiertage seines Urlaubslandes kennen.

Aus diesem Grund hat der ADAC wieder eine Liste aller Feiertage der ersten Jahreshälfte in den wichtigsten Reiseländern Europas erstellt. Aufgezählt werden nur die Termine, die von den Feiertagen in Deutschland abweichen und nicht auf einen Sonntag fallen:

  • Dänemark: 21. April, 20. Mai, 5. Juni
  • Frankreich: 8. Mai
  • Griechenland: 7. und 25. März
  • Großbritannien: 17. März (Nordirland), 2. und 30. Mai
  • Irland: 17. März, 2. Mai, 6. Juni
  • Italien: 2. Juni
  • Kroatien: 22. und 25. Juni
  • Niederlande: 30. April, 5. Mai
  • Polen: 3. Mai, 23. Juni
  • Portugal: 8. März, 10. und 23. Juni
  • Schweiz: 19. März, 23. Juni (nicht in allen Kantonen)
  • Slowakei: 8. Mai
  • Slowenien: 27. April, 2. Mai, 25. Juni
  • Spanien: 19. März (regional), 21. April, 24. Juni
  • Tschechien: 8. Mai
  • Türkei: 23. April, 19. Mai
  • Ungarn: 15. März

Umgekehrt kann man aber auch in vielen Ländern während der deutschen Feiertage einkaufen. Beispielsweise ist der Karfreitag in Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien, der Türkei und Ungarn ein normaler Werktag.

Ferientermine in Deutschland: 81 heiße Stautage im Sommer

Wenn Deutschlands Schüler Ferien bekommen, müssen sich Autofahrer in Geduld üben. Die ersten längeren Staus auf den Autobahnen sind laut ADAC am 21. April, dem Donnerstag vor dem Osterwochenende zu erwarten. Viele Familien werden dann Richtung Süden reisen.

Grafik: ADAC

Auch im Juni wird es vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt (2. Juni) und am Freitag, 10. Juni vor dem Pfingstwochenende eng werden auf den deutschen Straßen. Den Ferienauftakt im Sommer bestreiten in diesem Jahr das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen. Dort beginnt die schulfreie Zeit bereits am Wochenende 24./25. Juni. Berlin folgt ab Donnerstag, 30. Juni, genau wie die Bundesländer Brandenburg und Hamburg.

Die Wochenenden vom 8. Juli bis zum 6. August 2011 sind besonders staugefährdet. Denn zehn Bundesländer gehen im Juli in die Sommerpause. Am 4. Juli jubeln die Schüler in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Am 7. Juli heißt es auch in Niedersachsen und Bremen: „Endlich Ferien!“. Ab dem 11. Juli bleiben die Klassenzimmer dann in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leer. Schlusslichter sind die drei bevölkerungsreichsten Bundesländer, die innerhalb von nur fünf Tagen in die Großen Ferien starten. In Nordrhein-Westfalen beginnen die Sommerferien am 25. Juli, in Baden- Württemberg am 28. Juli und in Bayern am 30. Juli.

Dieses Jahr erstreckt sich die schulfreie Zeit der 16 Bundesländer im Sommer auf nur 81 Tage (siehe Grafik), möglich wäre aber ein Ferienkorridor von 92 Tagen. Dadurch verkürzt sich die Hauptreisezeit für ganz Deutschland und es wird eng auf deutschen Straßen und in touristisch gefragten Regionen. Der ADAC rät deshalb Urlaubern mit schulpflichtigen Kindern, frühzeitig ihre Ferienquartiere zu buchen. Wer unnötige Verzögerungen auf dem Weg in den Urlaub vermeiden möchte, sollte unbedingt den Samstag als Reisetag meiden.

Eine Übersicht der heißesten Stauwochenenden des Jahres mit den Ferienterminen 2011 gibt es im Internet unter www.adac.de/staukalender.