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Im Ausland oft teurer als daheim

Im Ausland müssen Urlauber oft tiefer in die Tasche greifen als hierzulande. Besonders teuer ist es für Reisende in Dänemark und der Schweiz, wo die Kaufkraft des Euro etwa ein Fünftel niedriger als in Deutschland ist. Aber auch in Euro-Ländern wie Italien und Frankreich ist der Urlaub kostspieliger als hier daheim in Deutschland.

Grafik: Bundesverband deutscher Banken

Deutlich günstiger sind dagegen Reisen in osteuropäische Länder. In Ungarn und Polen beispielsweise ist der Urlauber-Euro nach wie vor mehr wert als in Deutschland. Das heißt: Für einen Euro erhält man dort Waren und Dienstleistungen, für die in Deutschland etwa 1,16 bzw. 1,21 EUR bezahlt werden müssten (siehe Grafik).

Nicht ohne Folgen bleibt der in jüngster Zeit gesunkene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar. So ist ein Aufenthalt in den USA aufgrund des gestiegenen Dollarkurses heute teurer als noch vor einem oder zwei Jahren.

Die nebenstehende Grafik zeigt die Kaufkraftvorteile bzw. –nachteile in ausgewählten Urlaubsländern für deutsche Reisende. Zur Ermittlung des Urlauber-Euro vergleicht man die Kaufkraft des Euro im Inland mit seiner Kaufkraft im Ausland. Dabei werden das unterschiedliche Preisniveau und beim Umtausch in andere Währungen zudem der Wechselkurs berücksichtigt.
(Quelle: Bundesverband deutscher Banken)

Weniger Fluggäste ins Ausland

2009 unternahmen 67,2 Millionen Passagiere eine Flugreise ins Ausland; das waren 3,2 Millionen weniger Fluggäste (– 4,5%) als 2008. Dieser Rückgang ist mehr als doppelt so hoch wie im bisher größten Verlustjahr 2002. Das teilt das  Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin mit.

Im Vergleich zum Vorjahr gingen auch auf den Mittelmeerinseln - der bedeutendsten Tourismusregion im Flugverkehr aus Deutschland – die Passagierzahlen zurück: Die Balearen, auf die annähernd zwei Drittel aller Flugreisen auf die Mittelmeerinseln entfallen, wurden von 5,5% weniger Passagieren angeflogen. Der Flugverkehr auf die Griechischen Inseln nahm um 4,0% ab. Sizilien verbuchte ein Minus von 6,6%, Sardinien konnte bei den Flugreisenden dagegen ein Plus von 6,7% erzielen.

Alle Zahlen für die einzelnen Zielländer stehen auf der Website des Statistischen Bundesamtes bereit.

Die veröffentlichten Zahlen bestätigen auch den hier bereits beschriebenen Trend, dass immer mehr Deutsche ihren Urlaub im eigenen Land verbringen.